Kadyrow hat keine Lust auf Opfer: Ausgerechnet Putins "Bluthund" hält seine Männer vom Ukraine-Krieg ab
Ramsan Kadyrow prahlt öffentlich damit, wie viele Männer er Putins Truppen in der Ukraine zuführt. In Wahrheit sind die "Tiktok-Soldaten" des tschetschenischen Herrschers auf dem Schlachtfeld kaum zu sehen. Der Kremlchef segnet die Scharade ab: Ruhe und Stabilität in der Heimat sind wichtiger.
In Tschetschenien leben Totgesagte länger: Ramsan Kadyrow regiert noch immer in der russischen Teilrepublik. Und das, obwohl er in den vergangenen Jahren mindestens sechsmal seinen Rücktritt angekündigt hat - und obwohl ihm immer wieder nachgesagt wird, schwer krank zu sein. Doch plötzlich ist davon nichts mehr zu hören. Im Gegenteil. Kadyrow macht das, was er am besten kann: Kremlchef Wladimir Putin umschmeicheln, Tschetschenien mit harter Hand regieren und allen Gegnern von Russland mit Gewalt drohen.
"Wir sind bereit, in jede vom Oberbefehlshaber vorgegebene Richtung vorzustoßen. Unsere Spezialeinheiten brennen buchstäblich vor Verlangen, hochkomplexe Befehle auszuführen", prahlt Kadyrow Mitte Juli und präsentiert stolz eine scheinbar unfassbare Zahl: Tschetschenien habe über 70.000 Kämpfer in den Krieg in die Ukraine geschickt. Das wären neun Prozent der gesamten männlichen Bevölkerung.
Die Botschaft ist klar: Tschetschenien steht voll und ganz hinter dem inzwischen über vierjährigen Ukraine-Feldzug von Wladimir Putin.
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