China: Evergrande-Gründer zu lebenslanger Haft verurteilt
Der Gründer des insolventen chinesischen Immobilienriesen Evergrande, Xu Jiayin, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Dieses Urteil verkündete am Donnerstag das zuständige Gericht in Shenzhen im Onlinedienst WeChat. Xu würden zudem lebenslänglich alle politischen Rechte entzogen, sein gesamtes persönliches Eigentum werde beschlagnahmt. Evergrande wurde demnach zudem zu einer Milliardenzahlung verurteilt.
Xu war unter anderem Korruption, Finanzbetrug, Untreue und Unterschlagung vorgeworfen worden. Laut früheren Gerichtsangaben hatte er sich in dem Prozess „schuldig bekannt und Reue gezeigt“.
Evergrande war der größte Immobilien- und Baukonzern der Volksrepublik. Sein Niedergang steht exemplarisch für die Probleme des Sektors: Er war dank jahrzehntelanger rasanter Urbanisierung und steigender Lebensstandards massiv gewachsen und dann unter einer zu großen Kreditlast kollabiert. 2021 meldete Evergrande Insolvenz an.
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