Zu viel Bauchfett? Mit zwei Rechnern finden Sie es heraus
Schon einmal von viszeralem Fett gehört? So nennt die Medizin Fettgewebe, das tief im Bauchraum liegt – und die Organe quasi umschließt. Sammelt sich einiges an innerem Bauchfett an, kann es mit der Zeit auch von außen sichtbar werden. Ein erhöhter Bauchumfang deutet darauf hin.
Das Problem daran: Viszerales Fett erhöht die Wahrscheinlichkeit für verschiedene Erkrankungen. Die Deutsche Herzstiftung nennt als Beispiele
Wie kann man herausfinden, ob das eigene Bäuchlein möglicherweise Gesundheitsrisiken birgt? Dafür braucht man nur ein Maßband – und einen Taschenrechner.
Überschreitet der Taillenumfang einen gewissen Wert, spricht das für ein Zuviel an Bauchfett. Laut der Stiftung Gesundheitswissen misst man ihn wie folgt:
Bei Frauen gilt ein Umfang ab 88 Zentimetern als kritisch, so die Deutsche Herzstiftung. Als gesund gilt ein Umfang von unter 80 Zentimetern. Bei Männern ist das Erkrankungsrisiko ab einem Umfang ab 102 Zentimetern stark erhöht. Sie sollten einen Umfang von unter 94 Zentimetern anstreben.
Wer vor etwas Rechnerei nicht zurückschreckt, kann das Bauchfett-Risiko noch durch zwei weitere Werte checken:
Übrigens: Auch wenn man laut dem Body-Maß-Index (BMI) als normalgewichtig gilt, können die Werte zeigen, dass man ein erhöhtes Erkrankungsrisiko aufgrund von Bauchfett-Ansammlungen hat.
Der Bauchumfang ist im roten Bereich? Am besten sucht man dann das Gespräch mit Hausarzt oder Hausärztin. Dort können die gemessenen und errechneten Werte im Zusammenhang mit Alter und anderen Erkrankungen beziehungsweise Erkrankungsrisiken betrachtet werden.
Und dann? Auch, wenn man an einzelnen Körperstellen nicht gezielt Fett abnehmen kann, ist bei einem erhöhten Bauchumfang meist der Rat, Körpergewicht zu reduzieren – zum Beispiel mit diesen sechs Maßnahmen.
Eiweiß hält länger satt und hilft, Ihre Muskeln beim Abnehmen zu erhalten. Setzen Sie auf Eier, Magerquark, Skyr, Fisch, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Vollkornprodukte.
Limonade, gesüßter Kaffee, Saft und Alkohol können viele Kalorien liefern, ohne lange satt zu machen. Wasser und ungesüßter Tee sind gute Alternativen.
Gehen erhöht Ihren Energieverbrauch und ist leicht durchzuhalten. Starten Sie beispielsweise mit 20–30 Minuten täglich und steigern Sie sich nach Möglichkeit.
Zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche können helfen, Muskelmasse zu erhalten oder aufzubauen. Trainieren Sie nicht nur den Bauch, sondern den ganzen Körper, zum Beispiel mit Kniebeugen, Rudern, Liegestützen und Übungen mit Gewichten.
Zu wenig Schlaf kann Hunger, Appetit und Heißhunger verstärken. Für viele Erwachsene sind sieben bis neun Stunden pro Nacht ein gutes Ziel.
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