Katastrophe in Nepal und China: Rettungskräfte im Himalaya kämpfen gegen Schlamm und Zeit
Eine braune Wand aus Wasser und Geröll fegt durch plötzlich durch Himalaya-Täler.
Mehr als 1.300 Menschen werden vermisst, darunter auch etliche Deutsche.
Was löste die gewaltige Sturzflut aus? Erst langsam wird nach der verheerenden Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet das Ausmaß der Katastrophe klar.
Mindestens 270 Menschen sind allein auf nepalesischer Seite ums Leben gekommen, mehr als 1.300 Menschen werden insgesamt vermisst - darunter zahlreiche Ausländer.
Wo sonst Pilger und Trekking-Touristen durch die Täler des Himalayas ziehen, suchen Rettungskräfte unermüdlich in gewaltigen Schlammmassen nach Überlebenden.
Nach Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde werden auch acht deutsche Staatsangehörige und eine Person aus der Schweiz vermisst.
Viele der bisher geborgenen Todesopfer wurden nach Angaben der nepalesischen Polizei kilometerweit flussabwärts bis an die Grenze zu Indien getrieben.
Häufig seien nur Leichenteile geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Die Behörden rechnen damit, dass die Opferzahl weiter steigen könnte.
Was war passiert? Am Mittwoch hatte eine Sturzflut in Sekundenschnelle Brücken fortgerissen, Straßen verschüttet und Häuser beschädigt.
Dramatische Videoaufnahmen zeigten, wie eine riesige braune Wand aus Wasser, Geröll und Schlamm auf Häuser zu fegt, während Menschen panisch versuchen, sich in Sicherheit zu bringen.
Allein auf chinesischer Seite in Tibet werden nach Angaben chinesischer Staatsmedien mehr als 550 Menschen vermisst, darunter rund 260 Ausländer.
Die Rettungsarbeiten werden durch gewaltige Schlammmassen erschwert.
Straßen sind für schweres Gerät unpassierbar, zudem brachen in Teilen der Region die Kommunikationsverbindungen zusammen.
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