Angst vor einem Teufelskreis: BDI fordert Wende in China-Strategie
Immer mehr deutsche Industrieverbände überdenken ihre Strategie im Handel mit China. Nun strebt auch der BDI einen härteren Kurs gegenüber Peking an. Ein Experte des Verbandes fordert, sich nicht auf ein "handelspolitisches Superinstrument" zu versteifen.
Die deutsche Wirtschaft steht vor einer Wende in ihrer China-Politik. "In den Industrieverbänden des BDI wird derzeit intensiv über ein härteres handelspolitisches Vorgehen gegenüber China diskutiert", sagte Friedolin Strack, Co-Bereichsleiter Internationales beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), laut einem Vorabbericht der "Welt am Sonntag".
Es würden verschiedene Ansätze erörtert, wie die handelspolitischen Schutzinstrumente der EU weiterentwickelt werden könnten. Dabei gehe es um Fragen der Beweisführung in Antidumping- und Antisubventionsverfahren sowie um deren Ausgestaltung und Geschwindigkeit und um einen möglichst wirksamen Einsatz bestehender Instrumente angesichts aktueller Herausforderungen. Die EU dürfe nicht jahrelang an einem handelspolitischen Superinstrument arbeiten, um es anschließend in der Schublade liegenzulassen. "Stattdessen sollten wir viele kleinere Maßnahmen nutzen. China macht das ähnlich", sagte Strack.
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