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Covid-Impfung senkte Sterblichkeit in Europa um 57 Prozent

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Covid-Impfung senkte Sterblichkeit in Europa um 57 Prozent

Kritiker der Covid-Impfungen bringen die entsprechenden Impfstoffe immer wieder mit den erhöhten Sterblichkeitsraten während der Pandemie in Verbindung. So macht ein Beitrag auf Facebook die Impfung für einen „enormen Anstieg der weltweiten Übersterblichkeit “ verantwortlich. Stimmt diese Aussage?

Übersterblichkeit misst sich daran, ob in einer bestimmten Woche mehr Menschen starben, als in diesem Zeitraum zu erwarten gewesen wäre. Nach Daten von Eurostat nahm die Übersterblichkeit in der EU zu Beginn der Pandemie deutlich zu.

Von April 2020 bis Dezember 2022 war die Übersterblichkeit erhöht, wobei der Höchststand im November 2020 lag. Der erste Impfstoff wurde allerdings erst Ende Dezember 2020 zugelassen, Impfkampagnen für die breite Öffentlichkeit liefen erst 2021 an.

Die europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) gibt an, dass zwischen Januar 2021 und Dezember 2023 rund eine Milliarde Dosen von Covid-19-Impfstoffen verabreicht wurden. Eine Studie der WHO/Europa kommt zu dem Ergebnis, dass die Corona-Impfung die pandemiebedingte Sterblichkeit in der Europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) um mindestens 57 Prozent gesenkt hat. Damit sollen mehr als 1,4 Millionen Menschenleben gerettet worden sein .

In 12.000 Fällen (0,0012 Prozent) gab es wiederum Meldungen über Todesfälle nach einer Impfung . Die EMA betont, dass diese Meldungen jedoch nicht bedeuten, dass die Covid-19-Impfstoffe die Todesfälle verursacht haben.

In den meisten Fällen wären die Todesfälle auch ohne eine Impfung eingetreten. Dies gelte insbesondere für ältere Menschen sowie für Personen mit bereits bestehenden oder bisher nicht diagnostizierten Krankheiten.

Länder mit hohen Impfquoten zeigten eher niedrigere Übersterblichkeitsraten als Länder mit niedrigeren Impfquoten.

Daten von Our World in Data zeigen, dass Staaten wie Schweden, Belgien oder Dänemark im Verlauf der Pandemie tendenziell niedrigere Übersterblichkeitswerte aufwiesen als Staaten mit deutlich geringerer Durchimpfung wie Bulgarien, Rumänien oder Kroatien. Diese Werte können allerdings durch weitere Faktoren beeinflusst worden sein.

Mit der Formulierung „Impfungen wirken langsam und leise“ suggeriert der Beitrag, dass die Übersterblichkeit noch lange nach der Impfung erhöht sei. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.

Das europäische Mortalitätsmonitoring EuroMOMO hält fest, dass die Gesamtsterblichkeit in Europa bereits im Frühjahr 2023 in allen Altersgruppen wieder auf das erwartete Niveau zurückgekehrt ist. Nach Eurostat-Daten von Juni 2026 lag die Übersterblichkeit in der EU im ersten Quartal 2026 bei minus 0,3 Prozent, im März 2026 bei minus 4,8 Prozent. Es starben also weniger Menschen als im Referenzzeitraum 2016 bis 2019.

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