Kinderbetreuung: Bildungsministerin: Ein Drittel weniger Kita-Kinder bis 2035
Auch wegen sinkender Kinderzahlen im Land gelten im neuen Kita-Jahr unter anderem neue Personalschlüssel in Krippen und Horten.
Folgen für Erzieherinnen und Erzieher wird der Rückgang aber wohl haben.
Die Zahl der Kinder in Kitas und Kindertagespflege im Nordosten wird nach Aussage von Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) in den kommenden zehn Jahren um rund 29 Prozent sinken.
Zum 1.
März 2026 wurden rund 110.600 Kinder betreut, wie die Ministerin in Schwerin sagte.
Im Jahr 2023 seien noch rund 117.470 Kinder betreut worden.
Bis 2035 dürfe die Zahl auf etwa 78.500 sinken.
Danach werde sich die Entwicklung laut Oldenburg voraussichtlich stabilisieren.
Der Rückgang sei vor allem eine Folge der Abwanderung junger Frauen seit der Wende, sagte Oldenburg .
Dadurch war die Geburtenzahl im Land gesunken.
Auch die Geburtenrate – also die Zahl der Kinder, die eine Frau im Schnitt zur Welt bringt – ist in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu anderen Bundesländern gering.
Oldenburg: Bedarf an Erziehern wird sinken Der Rückgang der Kinderzahlen werde auch Auswirkungen auf den Personalbedarf haben, sagte Oldenburg.
Aktuell gebe es rund 13.300 Erzieherinnen und Erzieher im Land.
Dass es bis 2035 zwischen 2.000 und 3.000 zu viele sein könnten, hält sie aber für unwahrscheinlich. „Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, sollten wir uns darauf einstellen, um hier nicht böse überrascht zu werden.“ Im Forum „Gute Kita 2030“ berät die Landesregierung gemeinsam mit Trägern und anderen Beteiligten über die künftige Ausgestaltung der Kindertagesförderung.
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