Pannenstatistik: Bahn-Krise eskaliert: Jeder zwölfte Fernzug bleibt stehen
Die Deutsche Bahn saniert und reformiert, doch gibt weiterhin kein gutes Bild ab.
Viele Fernzüge verspäten sich – oder fallen ganz aus.
Fast jeder zwölfte Zug kam gar nicht.
Acht Prozent aller Fernzüge der Deutschen Bahn – fast jeder zwölfte – sind im ersten Halbjahr ganz oder zumindest auf einem Teil der Strecke ausgefallen.
Das waren drei Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und der zweithöchste Stand seit 2019.
Das geht aus einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor.
Lediglich im ersten Halbjahr 2024 gab es mit zwölf Prozent noch mehr Zugausfälle.
Damals hatten die Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Bahnverkehr teils tagelang weitgehend lahmgelegt.
Auch sonst gab die Deutsche Bahn im ersten Halbjahr im Fernverkehrsbetrieb kein gutes Bild ab.
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren dem Konzern zufolge lediglich 58,7 Prozent ihrer Fernzüge pünktlich.
Die Zugausfälle werden in dieser Statistik nicht berücksichtigt.
Deutsche Bahn kämpft mit der Zuverlässigkeit „Die Deutsche Bahn und die Bundesregierung dürfen dem Anstieg und hohen Niveau ausgefallener Fernverkehrszüge nicht tatenlos zusehen“, mahnt der Grünen-Abgeordnete Matthias Gastel.
Die Ausfälle und Verspätungen hätten oft mit Störungen an den Fahrzeugen zu tun. „Die präventive Instandhaltung der Züge sollte gestärkt werden.
In wichtigen Knoten sollten mehr Reservezüge und Personal bereitstehen.“ Die gravierenden Mängel bei der Pünktlichkeit will die Bahn mit der Sanierung von mehr als 40 hochbelasteten Bahnstrecken bis 2036 in den Griff bekommen.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.