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Eine für alle: Es gibt Regeln, auch für Despoten!

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Eine für alle: Es gibt Regeln, auch für Despoten!

Selbst im Krieg gibt es Regeln. Und doch wird in der Ukraine alles und jeder kurz und klein geschossen, dem Erdboden gleichgemacht. Da wird auch vor Zivilisten - Kindern, Alten, Kranken - nicht haltgemacht. Heute daher keine Kolumne - kein Bock auf lustig oder Zwischen-den-Zeilen-Problemchen - sondern eine Bestandsaufnahme des Horrors.

Wir erinnern uns an die Bilder aus Butscha, vor allem an eines: Die Hand einer Frau, deutlich zu erkennen an ihren roten, lackierten Fingernägeln. Die Russen besetzten den kleinen Ort rund 25 Kilometer nordwestlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew für 33 Tage. 33 Tage Gewalt, Tod, Grausamkeit. Zivilisten wurden mit auf den Rücken gebundenen Armen auf den Straßen exekutiert, Frauen und Kinder vergewaltigt, gequält. 1700 Menschen wurden dort von den Russen gleich zu Beginn des Krieges getötet, 9000 Kriegsverbrechen in der Region Butscha registriert.

Der Aufschrei der restlichen Welt war groß, man war schockiert, man ging auf die Straße, Forderungen wurden laut, den Krieg zu beenden, Maßnahmen zu ergreifen. Sie, liebe Lesenden, wissen, was passiert ist: wenig. Der Krieg läuft noch immer, mit unverminderter Härte, wir befinden uns in Jahr fünf. Niemand ist auf der Straße.

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