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Onlinehandel: Das Geschäft mit Mumien blüht – und birgt Gefahren für die Gesundheit

Stern ·
Onlinehandel: Das Geschäft mit Mumien blüht – und birgt Gefahren für die Gesundheit

Hände, Schädel und komplette Mumien: Eine neue Studie weist einen globalen Versandhandel mit mumifizierten Körperteilen nach – und warnt vor gesundheitlichen Gefahren.

Es ist wahrlich kein Vergnügen, Gräber zu durchsuchen, erst recht nicht, wenn sie Jahrtausende alt sind. „Es steigt eine riesige Menge Staub auf, der so fein ist, dass er in den Rachen und die Nasenlöcher gelangt und Nase und Mund so stark verstopft, dass es einer großen Lungenkraft bedarf, um ihm und den starken Ausdünstungen der Mumien zu widerstehen", berichtete der Italiener Giovanni Belzoni Anfang des 19.

Jahrhunderts über seine Abenteuer in Ägypten.

Auch heute noch können jahrhundertealte Mumien gefährlich sein, zeigt ein Forschungsteam um die Bioarchäologin Kirsty Squires von der University of Staffordshire.

In einer Studie im Fachmagazin „ International Journal of Cultural Property" weisen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen globalen Versandhandel mit mumifizierten Körperteilen nach, „halb-heimlich, oft illegal".

Einbalsamierte Vögel und Katzen zum Kauf Die Forschenden stießen auf 128 Annoncen aus den Jahren zwischen 2015 und 2025, in denen Verkäufer totes Gewebe anboten – etwa in Online-Shops, Online-Auktionshäusern, Foren, Facebook-Gruppen und über private Webseiten.

Die Offerten reichten von Körperteilen wie Händen und Füßen über ganze Schädel und „Schrumpfköpfe" bis hin zur kompletten Mumie.

Auch einbalsamierte Tiere wie Vögel, eine Katze und einen Barsch entdeckten die Forschenden.

Die meisten Angebote stammten aus den USA, gefolgt von Kanada und Großbritannien.

Mindestens zwei Händler lebten in Deutschland.

Die Präparate kamen vor allem aus Ägypten und Südamerika, aber auch aus Europa und Südostasien.

Nicht nur im Alten Ägypten mumifizierten Einbalsamierer Tote; im 19. und Anfang des 20.

Jahrhunderts wurden etwa in den USA und Europa gefallene Soldaten konserviert.

Offenbar fragen Sammler weltweit totes Gewebe nach – möglicherweise, ohne sich der gesundheitlichen Risiken bewusst zu sein.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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