Zufallsfund vor 35 Jahren: Irrweg als Glücksfall: Wie Ötzi zur Weltsensation wurde
Sein Fund war eine Sensation. Ötzi starb vor 5.300 Jahren - heute kann er in einem speziellen Kühlraum besichtigt werden.
Forschenden gibt die Mumie noch immer viele Rätsel auf.
Ein Einsiedler? Ein Deserteur aus den Kriegsjahren? Die Leiche, deren Oberkörper am Tisenjoch in den Ötztaler Alpen in rund 3.200 Metern Höhe aus dem Eis ragte, warf sofort viele Fragen auf.
Unter anderem mit einem Pickel wurde die bestens erhaltene Mumie freigelegt.
Sie entpuppte sich mit einem Alter von 5.300 Jahren als Weltsensation.
Seit dem Fund vor 35 Jahren (19.9.1991) ist Ötzi , wie er bald genannt wurde, für die Menschen ein faszinierendes Fenster in die Jungsteinzeit.
Noch immer gibt es viele Rätsel, die Wissenschaftler klären wollen.
Wie wurde Ötzi gefunden? Ein Irrweg erwies sich als Glücksfall: Das Ehepaar Helmut und Erika Simon war beim Abstieg im österreichisch-italienischen Grenzgebiet leicht vom Weg abgekommen.
In einer Mulde entdeckten die beiden Nürnberger die Mumie.
Erste Schätzungen vor Ort gingen von einem Alter von vielleicht Dutzenden bis Hunderten Jahren aus.
Aber: „Der Mann wurde im Stundentakt älter“, sagt der damalige Söldener Bürgermeister Ernst Schöpf.
In der Gerichtsmedizin in Innsbruck wurden Leiche und Ausrüstung analysiert - darunter ein erstklassiges Kupferbeil, ein unfertiger Bogen und eine Art Dolch.
So wurde Ötzis sensationelles Alter ermittelt.
Was waren die Konsequenzen? Als die „Tagesschau“ die Meldung über den Fund brachte, war bei den Simons „die Hölle los“, erinnert sich Erika Simon .
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