Wetterwechsel: Kühlere Temperaturen stellen Deutschland vor ein neues Problem
In Deutschland ist es nicht mehr so schwül und heiß – das ist gut.
Doch weil das Wetter schon viel zu lange viel zu trocken ist, droht nun ein neues Naturphänomen.
Es fühlt sich falsch an, etwas Negatives über die aktuelle Abkühlung in Deutschland zu sagen.
Nach Tagen mit mehr als 36 Grad Celsius, an denen man sich schweißgebadet von A nach B schleppte und von Übergangsjackentemperaturen träumte, fühlt sich das Wetter gerade ganz angenehm an.
Doch infolge der anhaltenden Trockenheit , die auch der spärliche Regen der vergangenen paar Tage nicht lindern konnte, können die rapide gesunkenen Temperaturen gefährliche Auswirkungen haben: Auf die ausgedörrten Böden trifft nun kräftiger Wind.
Wetterabkühlung ist nicht nur positiv Für die Böden ist das problematisch.
Nach Monaten mit zu wenig Niederschlag reicht die Trockenheit vielerorts bis in tiefe Schichten.
Starke Windböen können dann die lockere, trockene Erde aufwirbeln.
Unter bestimmten Bedingungen entstehen dadurch Staubstürme.
Die sind unter anderem für die Landwirtschaft problematisch: Staubstürme können fruchtbaren Oberboden abtragen und Pflanzen und Weideflächen schädigen.
Zudem verschlechtert der Staub die Sichtverhältnisse und kann so mitunter sogar den Flugverkehr behindern oder die Strommenge senken, die durch Solarpanele gewonnen wird.
Ein solches Wetterbild kennt man sonst eher aus extrem trockenen Wüstengebieten statt aus Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg.
Trockene Böden sind ein großes Problem Wie angespannt die Situation ist, zeigt auch der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ).
Im Süden Deutschlands lag die Bodenfeuchte 2026 sogar unter dem Niveau der Dürrejahre 2018 und 2022.
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