Jagdstatistik: Hamburgs Jagdbilanz: Deutlich mehr Nutrias erlegt
Ein aus Südamerika stammendes Nagetier hat sich in Hamburg stark ausgebreitet und beschädigt unter anderem Deiche.
Jägerinnen und Jäger bekommen sogar eine Prämie für erlegte oder gefangene Nutrias.
Die Zahl der in Hamburg erlegten Nutrias ist im vergangenen Jagdjahr sprunghaft gestiegen - um insgesamt rund 40 Prozent im Vergleich zum Jahr davor.
Vom 1.
April 2025 bis Ende März 2026 wurden insgesamt 4.918 Nutrias erlegt oder tot aufgefunden.
Im Vorjahreszeitraum waren es nur 3.510, wie aus der neuen Wildnachweis-Statistik der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Hansestadt hervorgeht.
Verglichen mit Ende März 2024 hat sich die Zahl der erlegten Nutrias sogar fast verdoppelt - damals waren es 2.648.
Nutrias richten Schäden an Deichen an Weil Nutrias bereits erhebliche Schäden an Deichen und Böschungen entlang der Elbe und anderen Feuchtgebieten verursacht hätten, habe die Hamburger Umweltbehörde für die Bejagung der Tiere eine „Schwanzprämie“ von 14 Euro pro erlegtem Tier eingeführt, erläuterte Dorothee Giffey, die Präsidentin des Landesjagdverbandes Hamburg, auf dpa-Anfrage.
Die Prämie werde gezahlt, um den Bestand einzudämmen.
Das sei ein Grund für die stark gestiegene Zahl der erlegten Nutrias.
Nutrias würden geschossen oder mit Fallen gejagt.
Die Jägerschaft arbeite dabei eng mit der Behörde zusammen.
Nutrias, auch Biberratten genannt, stammen ursprünglich aus Südamerika . „Sie vermehren sich sehr stark, haben hier keine natürlichen Feinde und mögen feuchte Gebiete“, erläuterte die Präsidentin des Landesjagdverbandes.
Christian Gerbich vom Naturschutzbund (Nabu) in Hamburg sagte auf dpa-Anfrage, man müsse bei der Bekämpfung der Tiere vor allem neuralgische Stellen beim Hochwasserschutz im Auge haben. „Es ist wichtig, sich auf diese Stellen zu konzentrieren, damit die Nutrias dort keinen Schaden anrichten können.“ Den Nutria-Bestand großflächig zu bejagen, sei sehr schwierig.
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